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Vortragstermine


4. Februar 2019, 19 Uhr
"Bäume - wie sie wurden, was sie sind"
NABU Altstadt und KVHS Saarpfalz
Feuerwehrschulungsraum Altstadt


12. Mai 2019, 15:30 Uhr
"Bäume - wie sie wurden, was sie sind"
Ev. Männerkreis Wiebelskirchen
(Geschlossene Veranstaltung)


14. Mai 2019, 15 Uhr
"Unsere Eulen und Käuze"
Altes Schulhaus (AWO) Niederbexbach
KVHS Saarpfalz


20. Mai 2019, 15 Uhr
"Unsere Eulen und Käuze"
nn Bexbach
KVHS Saarpfalz


Zu Themen im Bereich der Natur und des Naturschutzes, sind Vorträge im Angebot, die gerne nach Ihren Wünschen schwerpunktmäßig, hinsichtlich der Dauer oder einem regionalen Bezug angepasst werden können.
Honorar nach Vereinbarung.
Derzeit sind die folgenden Vorträge im Angebot:


 

"Bäume - wie sie wurden, was sie sind" - Ein Streifzug durch die Biologie der Bäume

Als kleine Sämlinge starten sie ins Leben. Aufgeschlagen unterm Mutterbaum, weit vom Wind in neue Habitate verdriftet oder auch vom Menschen in die Erde gebracht, keimen die zahlreich produzierten Samen und werden nach und nach zu arttypisch geformten Bäumen. Oft brauchen sie Jahrhunderte, um zu den Baumriesen zu werden, die wir Menschen gerne bewundern, die uns Erhabenheit signalisieren und die Geschichten erzählen können. Zahlreichen Mythen und Dichtungen geben sie Nahrung; kaum eine alte Eiche hat nicht ihre eigene Legende. Wie das Wachstum unsere Bäume von statten geht, wie sich die arteigenen Merkmale von Nadel- und Laubbäumen entwickeln; wie sich die Baumriesen ernähren, auch sie müssen essen und trinken, wie sie Nachtruhe halten, welchen Krankheiten sie ausgesetzt sind und sich davor schützen und wie schließlich Überlebenswille und Tod im Baum kämpfen - davon will dieser Vortrag erzählen


"Bäume - Mythen, Fakten, Impressionen" - Ein Spaziergang durch die Jahrszeiten

Der Vortrag „Bäume – Mythen, Fakten, Impressionen“ nimmt den Hörer mit auf einen Waldspaziergang. Er ist kein Lehrstück in Sachen Vermittlung von Artenkenntnis - ob nun Erle oder Ulme, ob Sommer- oder Winterlinde, Wald- oder Schwarzkiefer steht nicht im Vordergrund. Er befasst sich mit den Feinheiten, die jene wahrnehmen, die innehalten und einfach nur schauen; er beschreibt die kleinen Wunder vor der Haustür, die jeder entdecken kann, der mit einer Langsamkeit den Wald durchstreift, welche genügend Raum lässt, auch auf die kleinen Dinge am Weg zu achten. Unser Wald ist heute vielfach primär ein Nutzungsraum für Brenn- und Bauholzgewinnung und seiner Geheimnisse zugunsten ökonomischer Verwertungszwecke oft weitgehend beraubt. Daneben entstehen aber auch immer mehr Zonen, in denen die Bewirtschaftung zurück gefahren oder ganz eingestellt wird, das Ökosystem Wald sich erholen und wieder nach einen eigenen Gesetzen weiterentwickeln darf. Alte Baumriesen erinnern an vergangene Kulturen, an spirituelle Riten und geschichtsträchtiges Brauchtum. Überdies sind überlieferte Heilkräfte gerade in letzter Zeit wieder vermehrt ins Bewusstsein gerückt, und viele unserer heimischen Bäume sind wahre Schätze für die Naturmedizin. Das Ökosystem Wald ist gleichwohl immer noch so vielfältig, dass nur ein Teil dessen, was es zu entdecken gibt, im Rahmen dieses Vortrags angesprochen werden kann; aber vielleicht ist er ein Anstoß für einen eigenen, entdeckungsreichen Waldspaziergang.


Schleimpilze - Wanderer zwischen den Welten

Schleimpilze sind Wanderer zwischen Tier- und Pflanzenreich und gehören zu den wundersamsten Kreaturen der Erde. Sie haben von beiden Lebensformen etwas; aber von jeder zu wenig, um sich dort gänzlich einordnen zu lassen. Dies hat ihnen und ihren bizarren Lebensformen letztlich einen Sonderstatus als eigener Zweig im Stammbaum des Lebens eingebracht. Mit über 1.000 Arten sind sie in allen Kontinenten beheimatet. Über bei uns heimische Arten und deren Lebenszyklen berichtet dieser Vortrag.

 


Der Wanderfalke - Niedergang und Rückkehr einer bedrohten Art

Zu Zeiten, als sich überall Industrialisierung und Nachkriegswohlstand ausbreiteten, kamen die Wanderfalkenpopulationen in ganz Mitteleuropa zum Erliegen. Zu einem großen Teil war dies auf den massiven Einsatz von DDT und anderer chlorierter Kohlenwasserstoffe zurück zu führen. Aber nicht nur das DDT, sondern auch andere Faktoren setzten dem Wanderfalken erheblich zu. Vielfach waren es gezielte Nachstellungen durch Aus­horstung, wo mit den gestohlenen Gelegen viel Geld verdient werden konnte. Während dieses Geschäft infolge der guten Zuchterfolge mit Wanderfalken und genetischer Kontrollen der gehandelten Tiere in den letzten Jahren zurück gegangen ist, sind es heute vermehrt Halter von Brieftauben, Landwirte und Jäger, die trotz des Verbotes versuchen, mit Gift, Fallen und Schrot dem Wanderfalken und anderen Greifvögeln als vermeintlichen Konkurrenten nachzustellen. Dies sind Belastungsfaktoren, die trotz Strafverfolgung auch heute noch in unterschiedli­cher lokaler Bedeutung auftreten. Auch der erhöhte Freizeitdruck macht, insbesondere im Felsbereich, den Vögeln vermehrt zu schaffen. 1970 gab es in Deutschland nur noch einen kleinen Restbestand von weniger als 30 Wanderfalkenpaaren in Baden-Württemberg, eine Population, deren Erlöschen zu befürchten war. Vielfältige gezielte und beharrliche Schutzmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass nach nunmehr über 40 Jahren der Wanderfalke wieder einen stabilen Bestand aufweist und die Rettung sich zu einer der größten Erfolgsgeschichten des Artenschutzes entwickelt hat.


Greifvögel unserer Heimat

Greifvögel haben den Menschen seit alters her fasziniert. Der Adler als „Herrscher der Lüfte“ ist ein Symbol der Macht und findet sich in vielen Ländern in der Heraldik auf Wappen, auf Münzen und auf allerlei militärischem Gerät. Als Jagdgefährte und Statussymbol spielten die Falken an fürstlichen Höfen im Mittelalter eine große Rolle und tun dies heute noch in den Emiraten des Vorderen Orient. Der Vortrag „Greifvögel unserer Heimat“ gibt einen Einblick in die Vielfalt der bei uns heimischen Arten; solche die bei uns brüten, die als Durchzügler regelmäßig beim Überflug zu beobachten sind oder die als Wintergäste zu uns kommen und die kalte, dunkle Jahreszeit hier verbringen. Anhand zahlreicher Fotos werden die wichtigsten Arten behandelt, ihre speziellen Eigenschaften aufgezeigt, Lebensräume beschrieben und ein Einblick in die Kinderstuben hoch oben auf den Bäumen gewährt. Dass unsere Greifvögel den Bestandseinbruch der 60-er Jahre infolge der Einbringung von Bioziden in der Landwirtschaft inzwischen verkraftet haben, ist nicht zuletzt 50 Jahren Greifvogelschutz und biologischer Forschung zu verdanken. Viele neue Erkenntnisse lassen manche Greifvogelarten inzwischen in einem ganz anderen Licht erscheinen. Daher widmet sich auch ein Kapitel des Vortrages dem Schutz der heimischen Greifvögel, den Regelungen und Maßnahmen um Arten und Lebensräume zu erhalten sowie aktuellen Forschungen, um mehr über diese imposanten Vögel zu erfahren.


Unsere Eulen und Käuze

Am Tag schlafen und bei Einbruch der Dunkelheit aktiv werden – so funktioniert das Leben unserer Eulen und Käuze. Es hat viele Vorteile im Dunkeln zu leben, aber man muss die richtigen Eigenschaften besitzen, um dort zu überleben. Der Schutz der Nacht bietet vielen Tieren, wie den Mäusen, eine ungestörte Lebensweise mit mannigfachen Vorteilen. Die Nacht ruft aber auch die Jäger auf den Plan, die ihretwegen ebenfalls in der Dunkelheit unterwegs sind – die Eulen und die Käuze. Diese Beutegreifer jagen in der Nacht erfolgreicher als am Tage und haben sich diesem Leben im Dunkeln hervorragend angepasst. Sie bewegen sich geräuschlos und überraschen ihre ahnungslose Beute. Sie leben heimlich und oft ganz versteckt; vom Uhu bis zum Sperlingskauz - viele Menschen haben sie nie zu Gesicht bekommen. Dies war auch nicht zuletzt ein Grund dafür, warum über Jahrhunderte hinweg so viele Mythen, Volksglauben und Ängste mit den Eulen in Verbindung gebracht wurden. Dieser Vortrag führt in das Leben der Nachtgreifvögel ein; er stellt die bei uns vorkommenden Arten vor und zeigt mit welchen Eigenschaften und Tricks ein ganz normales und erfolgreiches Leben jenseits der Sonnenstrahlen möglich ist.


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